Intuition, Nabelchakra oder Hara?

Wie würden Japaner das intuitive Bauchgefühl bezeichnen und was hat das Nabelchakra damit zu tun?

Seit einiger Zeit beschäftigt sich die westliche Wissenschaft mit dem Phänomen der Intuition und findet immer mehr Verbindungen zwischen dem Darm und dem Gehirn.

Das führte dazu, dass bereits von einer Hirn-Darm-Achse und dem Verdauungssystem als zweitem Gehirn gesprochen wird.

Das dem Darm eine zweite Aufgabe, neben der Verdauung von Nahrungsmitteln zugesprochen wird, kommt nicht von ungefähr. Schon lange fasziniert dieses Bauchgefühl, dass wir haben, dass als Intuition oder innere Stimme u. a. bezeichnet wird.

Hara in Japan und Zentrum des Qi in China?

Das sollte nicht unbedingt verwundern, wenn wir in andere Kulturen blicken, denn dort erhält der Bauch in einigen Traditionen eine besondere Wertschätzung.

In Japan wird von Hara gesprochen, wenn in der Leibesmitte die Lebensenergie gespeichert wird, die auch zu klaren Entscheidungen verhelfen soll.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin findet sich zwischen Nabel und Schambein der Akupunkturpunkt des Lebensloses, einer Qi-Quelle. Als Yin-Punkt steht er für Weiblichkeit und Intuition.

Aus der indischen Lehre Yoga sind die Chakren bekannt. Das dritte Chakra befindet sich in der Nabelgegend und wird ebenfalls mit Selbstbewusstsein und Intuition assoziiert.

Verstand und Intuition

Was einst Künstlern und Erfindern vorbehalten war, wird heute von der Wissenschaft mit Interesse untersucht.

Es ist die Verbindung zwischen verstandesgemässen Entscheidungen, die auf einem angelernten Wissen oder einer Auswertung von Daten beruhen und Gefühlen, die bei Entscheidungen massiv spürbar sind, ohne scheinbaren Grund.