Mit Yoga frei von Angst?

Wenn jemand unter überwältigender Panik, Nervosität, Sorgen und Ungewissheit leidet, scheint es für ihn genauso verlockend, nach innen zu gehen und Frieden zu finden, wie in eine Schlangengrube zu springen.

Rund 18 Prozent aller Menschen über 18 Jahren leiden unter Angstzuständen, was sie zur häufigsten psychischen Erkrankung auf der Welt macht. Diese Zahl nimmt allmählich zu; selbst diejenigen, bei denen keine Angst- oder Panikstörung diagnostiziert wurde, leiden im Alltag unter Stress, Anspannung und Ängsten. Viele sind heute sogar verunsichert, wie sie mit ihrer Angst umgehen sollen!

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Ein bisschen Angst ist in Ordnung?

Stress, Angst und Unruhe sind Emotionen, die wir alle schon einmal in unserem Leben erlebt haben. Egal, ob es sich um etwas so Kleines wie ein erstes Date oder etwas so Großes wie eine wichtige Prüfung handelt, wir alle haben diese Gefühle schon erlebt.

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Aber wir sollten uns nicht von ihnen beherrschen lassen. Wir sollten in der Lage sein, unser Leben in vollen Zügen zu leben und uns nicht von diesen Gefühlen zurückhalten lassen.

Kleine Mengen von Angst können sogar nützlich sein, so wie Salz beim Essen. Sie kann uns helfen, diszipliniert, konzentriert und dynamisch zu bleiben.

Sei also sanft zu dir selbst – Angst ist eine natürliche Emotion, genauso wie Glück.

Wenn du bei stressigen Ereignissen ruhig und entspannt bleiben willst, solltest du Yoga praktizieren. Yoga umfasst verschiedene Körper- und Atemübungen sowie Meditation und alte Philosophien. Diese Kombination hat schon vielen Menschen mit Angstzuständen geholfen und ihnen die Kraft gegeben, dem Leben mit einer positiven Einstellung zu begegnen.

Es gibt Yoga-Techniken, die helfen können, einen aufgewühlten Geist zu beruhigen.

Yogastellungen gegen Angstzustände

Diese Yogasequenz kann helfen, dein geistiges und körperliches Wohlbefinden zu verbessern. Die Asanas können helfen, Spannungen und Stress im Körper abzubauen, indem sie die Hormone regulieren und die Endorphine erhöhen, was zu einem Gefühl der Euphorie führen kann.

1. Heldenstellung

Diese Pose kann dir helfen, deine Mitte zu finden, indem du dich hinsetzt und dich auf deinen Atem konzentrierst. Wenn du dich auf deine Atmung konzentrierst, fällt es dir vielleicht leichter, in dieser Pose ruhig zu bleiben.

Beanspruchte Muskeln:

Erektor Spinae
Quadrizeps
Kniemuskeln
Knöchelmuskeln

So machst du es:

Nimm eine kniende Position ein. Deine Knie sollten zusammen sein und deine Füße sollten etwas breiter als deine Hüften sein.
Lass die Oberseite deiner Füße flach auf dem Boden stehen.
Lehne dich so zurück, dass dein Po den Boden zwischen deinen Füßen erreicht. Wenn dein Po den Boden nicht erreicht, nimm einen Block oder ein Buch.
Lege deine Hände auf deine Oberschenkel.
Setze dich aufrecht hin, um deinen Brustkorb zu öffnen und deine Wirbelsäule zu verlängern.
Halte diese Haltung bis zu 5 Minuten lang.

2. Die Baum-Pose

Die Baumhaltung kann dir helfen, dich nach innen zu konzentrieren und deine rasenden Gedanken zu beruhigen.

Beanspruchte Muskeln:

Bauchmuskeln
Psoas
Quadrizeps
Tibialis anterior

So wird’s gemacht:

Stütze dich im Stehen mit dem rechten Fuß ab und hebe deinen linken Fuß langsam vom Boden ab.
Drehe die Sohle deines linken Fußes langsam zur Innenseite deines linken Beins.
Lege sie auf die Außenseite deines linken Knöchels, deiner Wade oder deines Oberschenkels.
Vermeide es, deinen Fuß gegen dein Knie zu drücken.
Bringe deine Hände in eine bequeme Position. Das kann die Gebetshaltung vor deinem Herzen sein oder das Hängen an deinen Seiten.
Halte diese Haltung bis zu 2 Minuten lang.
Wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

3. Dreieckshaltung

Diese energetisierende Pose hilft bei Nacken- und Rückenverspannungen.

Beanspruchte Muskeln:

Latissimus dorsi
innerer Schrägstrich
Gluteus maximus und medius
Kniesehnen
Quadrizeps

So machst du es:

Stelle dich in eine stehende Position, in der deine Füße breiter als deine Hüften sind.
Richte deine linken Zehen nach vorne und deine rechten Zehen leicht angewinkelt nach innen.
Hebe deine Arme so an, dass sie sich von deinen Schultern aus erstrecken. Deine Handflächen sollten nach unten zeigen.
Streck deinen Oberkörper nach vorne, während du mit deiner linken Hand nach vorne greifst.
Beuge dein Hüftgelenk, um deine rechte Hüfte zurückzubringen. Führe deine linke Hand zu deinem Bein, dem Boden oder einem Block.
Strecke deinen rechten Arm nach oben zur Decke aus.
Schaue in eine beliebige, angenehme Richtung.
Halte diese Pose bis zu 1 Minute lang.
Mache dann die andere Seite.

4. Stehende Vorwärtsbeuge

Diese Pose kann dir helfen, deinen Geist zu entspannen und gleichzeitig Spannungen in deinem Körper zu lösen.

Beanspruchte Muskeln:

Wirbelsäulenmuskeln
Piriformis
Kniesehnen
Gastrocnemius
gracilis

So machst du es:

Stell dich mit den Füßen etwa hüftbreit auseinander und stütze deine Hände auf die Hüften.
Atme aus und beuge dich in der Hüfte nach vorne, wobei du die Knie leicht beugst.
Lass deine Hände auf den Boden fallen oder stütze sie auf einen Block.
Ziehe dein Kinn in Richtung Brust.
Löse die Spannung in deinem unteren Rücken und in den Hüften. Dein Kopf und Nacken sollten schwer zum Boden hängen.
Halte diese Pose bis zu einer Minute lang.

5. Fischstellung

Diese Rückbeuge hilft dir, deinen Brustkorb und Rücken zu dehnen und Verspannungen zu lösen.

Beanspruchte Muskeln:

Zwischenrippen
Hüftbeuger
Trapezius
Bauchmuskeln

So machst du es:

Setze dich mit ausgestreckten Beinen vor dich hin.
Lege deine Hände unter dein Gesäß, die Handflächen zeigen nach unten.
Drücke deine Ellbogen zusammen und dehne deinen Brustkorb.
Dann lehnst du dich auf deine Unterarme und Ellbogen zurück und drückst in deine Arme, um den Brustkorb anzuheben.
Wenn es dir angenehm ist, kannst du deinen Kopf nach hinten zum Boden hängen lassen oder ihn auf einen Block oder ein Kissen legen.
Halte diese Haltung bis zu einer Minute lang.

6 . Die Beine-an-der-Wand-Pose

Diese Pose hilft dir, deinen Körper und Geist zu entspannen.

Beanspruchte Muskeln:

Achillessehnen
Beckenmuskeln
unterer Rücken
vorderer Rumpf
Rückseite des Nackens

So machst du es:

Setze dich mit deiner rechten Seite an eine Wand.
Dann lehnst du dich zurück und schwingst deine Beine an der Wand entlang nach oben.
Dein Gesäß sollte so nah an der Wand sein, wie es für dich angenehm ist. Das kann direkt an der Wand sein oder ein paar Zentimeter davon entfernt.
Entspanne dich und mache deinen Rücken, deine Brust und deinen Nacken weich. Erlaube deinem Körper, mit dem Boden zu verschmelzen.
Halte diese Pose bis zu 10 Minuten lang.

7. Liegende Gebundener-Winkel-Stellung

Diese Pose kann dir helfen, dich zu entspannen und ruhig zu fühlen. Wenn du einen Herzöffner brauchst, lege einen Block oder ein Kissen unter deinen Rücken.

Beanspruchte Muskeln:

Adduktoren
Leistenmuskeln
Beckenmuskeln
Psoas

So machst du es:

Lege dich auf den Rücken und bringe deine Fußsohlen zusammen.
Lege Kissen zur Unterstützung unter deine Knie oder Hüften.
Lege eine Hand auf deinen Bauch und eine Hand auf dein Herz und konzentriere dich auf deinen Atem.
Bleibe bis zu 10 Minuten in dieser Stellung.

8. Kopf-Knie-Vorwärtsbeuge

Diese Pose kann helfen, dein Nervensystem zu beruhigen.

Beanspruchte Muskeln:

Leiste
Kniesehnen
Wirbelsäulenstrecker
Gastrocnemius

So machst du es:

Setze dich auf die Kante eines Kissens oder einer gefalteten Decke und strecke dein linkes Bein aus.
Drücke die Sohle deines rechten Fußes gegen deinen linken Oberschenkel.
Du kannst zur Unterstützung ein Kissen oder einen Block unter beide Knie legen.
Atme ein, während du deine Arme über den Kopf streckst.
Atme aus, während du in der Hüfte einknickst und deine Wirbelsäule nach vorne streckst.
Stütze deine Hände irgendwo auf deinem Körper oder auf dem Boden ab.
Halte diese Haltung bis zu 5 Minuten lang.
Wiederhole sie dann auf der anderen Seite.

Wende die yogische Philosophie in deinem Leben an

Wenn wir ein glückliches und gesundes Leben führen wollen, kann es hilfreich sein, einige der alten Yogaprinzipien, wie die Yamas und Niyamas, zu kennen und anzuwenden. Beim Santosha-Prinzip zum Beispiel geht es um Zufriedenheit und darum, das zu schätzen, was wir haben.

Das Aparigraha-Prinzip erinnert uns daran, dass Habgier und der Wunsch, ständig mehr Besitz zu erwerben, zu Stress und Angst führen können und dass wir mit dem zufrieden sein sollten, was wir haben.

Beim Soucha-Prinzip geht es darum, Geist und Körper rein zu halten, und es kann besonders für diejenigen hilfreich sein, die dazu neigen, sich übermäßig Sorgen zu machen, sich ansteckende Krankheiten einzufangen.

Die Yogaphilosophie, die durch die Yamas und Niyamas vertreten wird, plädiert für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil, um Ängste und Stress abzubauen. Sri Sri Ravi Shankars Kommentar zu den Patanjali Yoga Sutras ist eine gute Quelle, um diese Philosophie zu verstehen.

Meditiere, bete, vertraue und lächle!

Das Gebet und die Meditation ist eine großartige Möglichkeit, sich sicher und unterstützt zu fühlen und Ängste abzubauen. Eine regelmäßige Gebetspraxis und das Singen von Gesängen und Mantras können mehr positive Energie erzeugen und helfen, den Geist zu beruhigen.

Gebete sind schwer zu erforschen, weil es sie nicht in Pillenform gibt, aber der Glaube ist einer der wichtigsten Faktoren, um ein stressfreies Leben zu führen.

Wenn du Glauben hast, musst du dir keine Sorgen um die Zukunft machen, weil es eine höhere Macht gibt, die auf dich aufpasst und dir hilft. Auch wenn du dich nicht danach fühlst, kann dir ein absichtliches Lächeln helfen, dich zuversichtlicher, entspannter und positiver zu fühlen.

Hilf anderen

Wenn wir uns nur auf uns selbst konzentrieren, fühlen wir uns eher gestresst und ängstlich. Anstatt uns ständig Sorgen um uns selbst zu machen, sollten wir darüber nachdenken, wie wir den Menschen um uns herum helfen können. Wenn wir anderen helfen, fühlen wir uns gut und glücklich, und Untersuchungen haben gezeigt, dass wir dadurch auch Depressionen verringern können.

Erinnere dich an die Vergänglichkeit

Wenn wir erkennen, dass alles um uns herum vergänglich ist, werden wir entspannter und gelassener. Wir spüren, dass die Dinge nicht ewig dauern werden, und das befreit uns von Ängsten.

Erinnere dich an ähnliche Erfahrungen

Angstauslösende Ereignisse aus deiner Vergangenheit können dir Erleichterung verschaffen und dich an deine Stärke und Fähigkeit erinnern, sie zu überwinden.

Behalte positive Gesellschaft um dich herum

Es ist wahrscheinlicher, dass du an deinen Zielen festhältst, wenn du von Menschen mit einer positiven Einstellung umgeben bist. Die Menschen, mit denen du Zeit verbringst, haben einen Einfluss auf deine eigene Lebenseinstellung, daher ist es von Vorteil, Zeit mit Menschen zu verbringen, die optimistisch und glücklich sind.

Hier sind einige andere Möglichkeiten, wie du deine Ängste bewältigen kannst:

Singe, tanze und feiere. Allein die Absicht zu feiern, wird dich von der Angst weg in einen harmonischeren Zustand bringen.

Sei eine Zeit lang unberechenbar. Angst ist immer mit einer erwarteten Handlung verbunden. Tu etwas völlig Unwichtiges und Unvorhersehbares.

Die Bereitschaft, sich dem Schlimmsten zu stellen, wird dir Stabilität im Kopf geben.
Verankere dich in der Realität, dass du nicht nur dieser Körper, dieser Verstand oder diese Gefühle bist. Je mehr wir in der Realität verwurzelt sind, dass die Lebenskraft in uns Zeuge der Handlungen, Gedanken und Emotionen ist, desto weniger werden wir von ihnen beeinflusst.

Obwohl Yoga oft als eine einmalige Aktivität angesehen wird, ist es in Wirklichkeit ein Lebensstil. Während ein Arzt dir helfen kann, zu verstehen, welche Art von Angststörung du hast, wird ein Yogalehrer dich anleiten, dein Leben mit einer breiteren Perspektive zu leben. Es wird empfohlen, dass du Yoga von zertifizierten Yogalehrern lernst.

Obwohl Yoga viele Vorteile für deine Gesundheit hat, ist es kein Ersatz für Medikamente. Praktiziere Yoga immer unter der Aufsicht eines Yogalehrers. Wenn du gesundheitliche Probleme hast, solltest du unbedingt einen Arzt und einen ausgebildeten Yogalehrer konsultieren, bevor du Yogastellungen ausprobierst.

Angstfrei Dank Yoga / Canva
Angstfrei Dank Yoga