Ist Sex ein Stressventil?

Das Burnout hat viele unspezifische Symptome und Warnsignale. Wann ist Sex ein Hinweis auf eine Erschöpfungsdepression?

Burnout-Symptom – Sex nicht Zuneigung?

In den Medien hören wir oft von Affären Prominenter. Oft wird dem mit Unverständnis begegnet, einen Seitensprung eine langjährige Partnerschaft oder seine Karriere zu opfern. An eine Depression oder ein Burnout denkt selten jemand als Ursache.

Wenn wir an ein One-Night-Stand denken, dann muss Sex keinesfalls etwas mit Liebe und Zuneigung zu tun haben. Sex kann zudem auch ein Ventil für Stress und Anspannung sein.

Was hat Hypersexualität mit der Erschöpfungsdepression zu tun?

In den seltensten Fällen ist unser sexuelles Leben krankhaft. Es hat vor allem mit Fortpflanzung und der guttuenden Nähe und Zuneigung zu einen anderen Menschen zu tun.

Substanzen wie Dopamin und Oxytocin sorgen dann für ein Glücksgefühl und kurzzeitiges Wohlbefinden.

Sex ein Stressventil / NjoyHarmony from Pixabay
Sex ein Stressventil / NjoyHarmony from Pixabay

Sex soll allerdings laut Experten immer mehr dazu dienen um Stress abzubauen. Das Beispiel prominenter Persönlichkeiten macht dies deutlich, wenn sie ständig unter Beobachtung, sprich Anspannung stehen.

Kurze Flucht?

Durch ein Sexabenteuer können sie dem, zumindest kurzzeitig, entfliehen. Dies kann durch das Gefühl der Machtposition unterstützt werden, alles zu bekommen und dementsprechend zu Entgleisungen verführen.

Experten sehen auch die Gefahr darin, dass die Grenzen des Respekts dabei verlorengehen, wenn es öfter passiert.

Ist zu viel Sex ein Burnout-Signal?

Wird Sex zum Ventil für Stress und Anspannung, dann wird es der Hypersexualität zugeordnet. Das Phänomen gilt als Warnzeichen für ein Burnout.

Sex zur Reduzierung von Stress und Anspannung geht so lange gut, bis es zu einer Veränderung kommt, wie einer Persönlichkeitsveränderung bei Burnout.

Dient Sex als Stressventil, dann kann es zu einer Realitätsverkennung führen. Dies ist mit einer Grenzverletzung verbunden und Sex hat nichts mehr mit Gefühlen und Liebe zu tun.

Dann sind Betroffene an einen Punkt angekommen, an dem sie über ein Burnout oder eine beginnende Depression sprechen sollten. Es ist Zeit sich die Überlastung einzugestehen und sich einer Therapie zuzuwenden.